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Kooperation
Kooperation Förderschule - Grund- und Hauptschulen
Vor allem in der Grundschule kann der Unterschied der Lernvoraussetzungen und Lernerfahrungen der einzelnen Kinder sehr unterschiedlich sein. Wenn aufgrund einer Behinderung oder aufgrund besonderer Entwicklungsprobleme ein sonderpädagogischer Förderbedarf oder jedenfalls deutliche Anhaltspunkte eines solchen Bedarfs vorliegen, erhält die Regelschule Unterstützung von sonderpädagogischen Diensten.
Diese werden im Rahmen der Kooperation der Sonderschulen mit den allgemeinen Schulen geleistet und vom Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Schule und Bildung im Zusammenwirken mit den betroffenen Schulen eingerichtet und koordiniert.
Die sonderpädagogischen Dienste werden in den allgemeinen Schulen in folgenden Formen tätig:
- Sie beraten die beteiligten Lehrer und Erziehungsberechtigten
- Sie klären den sonderpädagogischen Förderbedarf
- Sie beteiligen sich an der Hilfeplanung der allgemeinen Schulen im Zusammenwirken mit den Eltern
- Sie leisten im Rahmen des Unterrichts in arbeitsteiligen Verfahren eine unmittelbare Förderung der betroffenen Schüler
Diese Art der Kooperation findet wöchentlich 3-stündig an der Berta Hummel-Schule und 2-stündig an der Brechenmacher-Schule in Bad Saulgau statt. Die anderen Regelschulen wie GHS Herbertingen, GS Marbach, GS Renhardsweiler erhalten Kooperation nach Bedarf und auf Anforderung.
Kooperation Förderschule - Berufsschulzentrum - Zweijähriges Modell Kooperationsklassen Förderschule/Berufsvorbereitungsjahr
Gestartet wurde dieses Modell im Schuljahr 2004/2005 gem. § 22 Schulgesetz zwischen der Erich Kästner Schule Bad Saulgau, der Förderschule Pfullendorf und dem beruflichen Schulzentrum in Bad Saulgau.
Ziele dieses Versuchs (inzwischen Regelsituation) sind, die Chancen der Jugendlichen auf eine berufliche Eingliederung zu erhöhen. Dies geschieht durch eine enge Kooperation mit dem örtlichen Berufsschulzentrum und den praktikumsgewährenden Betrieben.
Die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsklassen (9. Klasse Förderschule und KF-Klasse am Berufsschulzentrum) sollen u.a. durch neue, praxisbezogene Inhalte motiviert und insgesamt so gefördert werden, dass sie am Ende des zweiten Jahres den Abschluss des Berufsvorbereitungsjahres und gegebenenfalls (dies allerdings nicht vorrangig) einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand erreichen. Gleichzeitig erhalten die Absolventen der 9. Klasse der Förderschule nach wie vor die Möglichkeit, zum Ende des 9. Schuljahres die Schulfremdenprüfung abzulegen.
Bei allen Bemühungen ist in besonderer Weise darauf zu achten, dass tatsächlich erfüllbare Leistungen, milieutaugliche, anschlussfähige Kenntnisse und Fertigkeiten angestrebt werden. Von Bedeutung ist dabei eine intensive Zusammenarbeit mit der Berufsberatung und anderen fachlichen Diensten. Insgesamt erfordert diese Kooperation flexible, abgestimmte Programme zwischen den Kooperationspartnern. Die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in der heimischen Region sollen erhöht werden.
Nachfolgend soll die Organisation der Kooperation kurz zur Darstellung kommen. Während im ersten Kooperationsjahr die Erich Kästner Schule die federführende Stammschule ist, erfolgt der Unterricht im zweiten Kooperationsjahr in der Verantwortung des Berufsschulzentrums (KF-Klasse = Kooperation Förderschule). Sofern Schüler nach Abschluss der Förderschule einen anderen Anschluss finden, können sie aus dem Kooperationsmodell ausscheiden.
Der Unterricht erfolgt in Abweichung zu den derzeit gültigen Stundentafeln im ersten Kooperationsjahr an 3 Tagen mit insgesamt 18 Unterrichtsstunden an der Saulgauer Förderschule. Den vierten Unterrichtstag absolvieren die Schülerinnen und Schüler am Berufsschulzentrum und erhalten dort praxisbezogenen und fachtheoretischen Unterricht in Werken und Hauswirtschaft. Nach Möglichkeit sollen im Praxisbereich 10-Wochen-Blöcke in den Fachbereichen Holz, Metall und Farbe absolviert werden. Hinzu kommt ein ganzjähriger wöchentlicher Praxistag in Betrieben der heimischen Region.
Im zweiten Kooperationsjahr (BVJ-Jahr) findet der Unterricht an zwei Schultagen durch Sonderschullehrer am Berufsschulzentrum statt (Deutsch, Mathematik, Wirtschaftslehre).
Zwei Schultage bestreiten die Berufsschullehrer mit mindestens 12 Wochenstunden fachpraktischer Ausbildung und Technologie im jeweiligen Berufsfeld. Hinzu kommt auch hier ein ganzjähriger Praxistag in Betrieben der heimischen Region.
Die Modelle in der Übersicht:
Was wären wir ohne unser Lehrpersonal - die sind echt cool!
Frau Braun
Und sie ist doch fotogen!
Herr Irmler
Holz ist sein liebster Werkstoff
Herr Fäger
Metall ist für ihn und uns manchmal ein harter Werkstoff
Und nun wir Schülerinnen und Schüler, natürlich zuerst unsere Damen!
Giuliana
Ich bin einen Schritt weiter. Es könnte klappen mit einer Ausbildungsstelle im Praktikumsbetrieb als Raumausstatterin.
BVJ-KF ist gut!
Julia
Dies
mal ist es ganz sicher: Mein Praktikumsbetrieb übernimmt mich als Azubi. Das Jahr BVJ-KF hat mir was gebracht.
Angelique
Gott sei Dank bin ich doch noch bei meinen alten Klassenkameraden und hab einen guten Arbeitsplatz im Praktikum mit der Aussicht, Altenpflegehelferin werden zu können.
Anna
Ich lerne viel Deutsch. In der Klasse ist es gut für mich.
Tugba
Meinem Traumberuf "Friseurin" bin ich näher als zuvor. Das freut mich sehr
.
Jasmina
Ich habe viele Schulen durchgemacht. Dieses BVJ-Jahr schaffe ich sicher.
jetzt endlich unsere Jungs!
Adrian
Das Ziel ist nicht mehr weit: Das BVJ-Jahr hat mir viel geholfen. Ich versuch's jetzt als Friseur einzusteigen, nachdem ich festgestellt habe im Praktikum davor, dass KFZ_Mechaniker nichts für mich ist.
Markus
Ich mache die 2. Runde BVJ-KF und es geht mir da super.
Thorsten
Die Prüfung werde ich überleben. Alles andere hat Spaß gemacht. Danach werde ich Maler, wenn alles gut geht. Der Beruf gefällt mir, macht mir Spaß.
Michael
Schule ist nicht so mein Ding, aber es ist ja bald vorbei. Ich will lieber richtig viel arbeiten.